Bin ich kurzsichtig?
Viele bemerken ihre Kurzsichtigkeit dadurch, dass sie Straßenschilder schwerer entziffern können oder Personen erst im letzten Moment erkennen, weil das Gesicht aus der Entfernung nur unscharf wahrgenommen wird. Typisch ist für Kurzsichtige auch das Zusammenkneifen der Augen beim Blick in die Ferne. Auf diese Weise wird der Lichteinfall verringert und die Tiefenschärfe erhöht. Übrigens heißt das Blinzelgesicht, das dabei gemacht wird, im Griechischen „Myops“. Daher rührt auch der Fachbegriff für Kurzsichtigkeit "Myopie".
Wenn du also merkst, dass du dich beim Blick in die Ferne besonders anstrengen musst oder vielleicht sogar Kopfschmerzen beim Sehen in die Ferne auftreten, bist du möglicherweise kurzsichtig. Ein Sehtest bei deinem Optiker oder Augenarzt kann dir Aufschluss darüber geben, ob bei dir eine Myopie vorliegt oder nicht. Solltest du kurzsichtig sein, liegen deine Dioptrie-Werte im Negativbereich. Ab einem Wert von etwa -1 Dioptrien spricht man von einer leichten Kurzsichtigkeit, ab -6 Dioptrien von einer starken Kurzsichtigkeit.
Kurzsichtigkeit ist übrigens keine seltene Sehschwäche: Circa 25% der deutschen Bevölkerung ist kurzsichtig, wobei die Tendenz steigend ist.